Ziegelelementdecke

 

Die werksseitig vorgefertigten Decken-Elemente (sie sind auch unter dem Begriff „Stahlsteindecken“ bekannt) bestehen aus statisch mitwirkenden Ziegeln mit besonderer Formgebung und Betonrippen, in denen die Stabstahlbewehrung liegt.

Die Decken lassen sich an jede Grundrisssituation anpassen. Kragplatten, Treppenauflagerungen und Aussparungen sind werkseitig vorbereitet.

Je nach Deckendicke und Nutzlast sind Spannweiten bis zu 6,50 m - bei geringer Belastung bis 7 m möglich.

Die Fertigung im Werk erfolgt weitestgehend maschinell. CAD-gestützt werden die Fertigungseinheiten auf der Grundlage des Architektenplanes festgelegt und produziert.

Die Elemente werden auf der Baustelle mit einem Kran versetzt. Nur im Bereich von Rollladenkästen und Unterzügen sind Randjoche erforderlich; ansonsten kann auf Zwischen- oder Randunterstützungen verzichtet werden.

Die Elementbreite beträgt in der Regel 2,25 m. Die dort vorhandenen Stoßfugen können unmittelbar nach der Deckenmontage vergossen werden. Die Decke ist sofort begehbar, Mauererarbeiten können ohne längere Trocknungszeiten weitergeführt werden.

Die statische Berechnung und Bemessung der Deckenelemente, wird in der Regel durch das Herstellwerk in Absprache mit dem Tragwerksplaner erbracht. Grundlagen sind die Normen DIN 1045-1 und DIN 1045-100. Es liegen aber auch geprüfte Traglasttabellen vor, nach denen die Bemessung oder Vordimensionierung auf einfache Weise erfolgen kann.