Ziegeleinhängedecke

 

Diese Deckenart ist in allen Bereichen des Bauens, vom Einfamilienhaus bis zum Gewerbebau, eine wirtschaftliche Lösung. Besonders bei der Sanierung alter Bausubstanz oder wenn bei Neubauten viel Eigenleistung gefragt ist, werden Ziegeleinhängedecken bevorzugt eingesetzt.
 
Die Decke besteht aus raumlang vorgefertigten bewehrten Trägern mit unterseitiger, ausbetonierter Ziegel-U-Schale. Diese Träger werden in einem vorgegebenen Raster von 61 cm ausgelegt. Zwischen die Träger werden dann spezielle Deckenziegel eingehängt. Durch das geringe Gewicht der einzelnen Teile und durch ihre einfache Verlegung ergeben sich besonders für die Bereiche „Altbausanierung“ und „Eigenleistung“ vielfältige Vorteile und Einsparpotentiale.
 
Eine Ziegeleinhängedecke ist flexibel einsetzbar und kann an praktisch alle Grundrisse angepasst werden. Auswechselungen im Bereich von Öffnungen, auskragende Balkonplatten und Treppenanbindungen sind durch Verwendung spezieller Einhängeziegel („Negativziegel“) unproblematisch herstellbar.
 
Die Tragfähigkeit dieser Decken kann durch Aufbeton und durch Anordnen von Querrippen gesteigert werden, so dass Spannweiten bis etwa 7 m und auch das Befahren mit Personenkraftwagen oder landwirtschaftlichen Fahrzeugen möglich ist.
 
Für den Nachweis der Standsicherheit  gelten die Stahlbetonnorm DIN 1045-1 und die allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen der Filigran-Gitterträger. Die statische Berechnung erfolgt in der Regel durch das Herstellwerk in Absprache mit dem Tragwerksplaner. Bemessungshilfen als Momenten- und Stützweitentabellen stehen Ihnen als Download zur Verfügung.