Jugendliche verstärkt am Eigenheim interessiert

Die gesetzliche Rente wird von vielen Deutschen als adäquate Altersvorsorge in Frage gestellt. Doch was bietet sich als Alternative an? Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes TNS Emnid in Zusammenarbeit mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall sind sich die Deutschen einig: die eigene Immobilie.

68 Prozent der Befragten setzen für ihre altersbedingte Vorsorge mehr Vertrauen in ein Eigenheim als in die gesetzliche Rente. 18 Prozent sehen beide Möglichkeiten als gleichwertig an und nur 7 Prozent würden die staatliche Lösung vorziehen. Für Karsten Eiß, Baufinanzierungsexperte bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall, liegen die Vorteile einer Immobilie klar auf der Hand: Im Gegensatz zur Geldrente kann diese schon vor dem Ruhestand genutzt werden. Zudem muss im Alter keine Miete mehr gezahlt werden, was den Betroffenen somit vor Altersarmut schützen kann. Abgesehen davon, ob die eigene Immobilie der gesetzlichen Rente als Vorsorgemöglichkeit vorgezogen wird oder nicht, will die Mehrzahl der Studienteilnehmer das Eigenheim auch im Alter bewohnen. Besonders hoch ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden bei Jugendlichen. 60 Prozent der jungen Erwachsenen bis 34 Jahre planen eine eigene Immobilie zu kaufen oder zu bauen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch eine Untersuchung der Postbank. So würden 40 Prozent der Jugendlichen ihr erspartes Geld am liebsten für die eigenen vier Wände ausgeben. Der Wunsch nach einer Immobilie steht sogar noch vor der Anschaffung eines Pkws oder von Hightech-Produkten – und das bei der technikaffinen Generation Y.

Trotz des Wunsches nach einem Eigenheim würden sich 36 Prozent der Untersuchungsteilnehmer dennoch momentan gegen den Kauf einer Immobilie entscheiden. Die Gründe hierfür reichen von zu hohen Preisen, über Finanzierungsschwierigkeiten, bis hin zu dem Problem, sich nicht so lange auf eine Wohnung festlegen zu wollen.

01.12.2016
Bildquelle: Unipor, München.
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