Immobilienbarometer: Arbeitsweg als Kaufentscheidung

Der Großteil der Hauskäufer wünscht sich einen kurzen Arbeitsweg. Diese und weitere Ergebnisse zeigt eine gemeinsame Studie von Interhyp und ImmobilienScout24. Für das aktuelle Immobilienbarometer wurden 2.225 Kaufinteressenten zu ihren Vorlieben befragt. Immobiliensuchende wollen demnach in der großen Mehrheit (90,5 Prozent) in der Stadt oder in der Nähe von Städten wohnen.

Nur  9,5 Prozent der Befragten wollen auf dem Land eine Immobilie erwerben. Diese bieten zwar einen Preisvorteil, der dadurch entstehende längere Arbeitswegs schreckt aber viele Interessenten ab. 59,8 Prozent der Befragten gaben an, dass für sie die Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort einen starken Einfluss auf ihre Kaufentscheidung habe. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Beliebtheit von Kaufobjekten, die innerhalb des „Speckgürtels“ von Städten liegen. Immobilien innerhalb dieses Bereiches vereinen günstige Randlagen mit einer guten infrastrukturellen Anbindung.

Für mehr als ein Drittel der Befragten sollte der Arbeitsweg nicht länger als 30 Minuten dauern. Nur 9,9 Prozent wären bereit, eine Fahrtzeit von bis  zu einer Stunde in Kauf zu nehmen. Längere Pendelstrecken zwischen 90 und 120 Minuten werden nur von zwei Prozent der Befragten als annehmbar eingestuft. Die Studie zeigt aber auch, dass für einen Teil der Befragten andere Aspekte ausschlaggebender sind als die Fahrzeit:  Fast 42 Prozent würden für eine Immobilie im Grünen eine tägliche Fahrzeit von über einer Stunde in Kauf nehmen. Diese Zahl ist im Verhältnis zum Vorjahr um 35 Prozent gestiegen. 28,4 Prozent gaben zudem an, dass sie für ihre Traumimmobilie bereit wären, auch über eine Stunde am Tag zum Arbeitsplatz zu pendeln.

29.09.2016
Bildquelle: Pixabay.
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